Projekte
Projekt 2013 - "Deckersch" - Dorfbrunnen
Viele Generationen war der Dorfbrunnen und die die nahegelegene "Bachmauer" der Treffpunkt der Dorfjugend. Zentral an der Zufahrt ins Dorf und vor "Deckersch" Wirtschaft gelegen war er wohl auch Namensgeber für die "Brunnenschänke", wie "Deckersch" Wirtschaft offiziell heißt.Im Frühjahr 2012 von einem betrunkenen Autofahrer massiv geschädigt, zog der Brunnen gerade durch dieses Schicksal die Aufmerksamkeit des Heimat - und Geschichtsvereins auf sich. Insgesamt bot der Brunnen, der als Kulturdenkmal unsere Dorfmitte zieren sollte, doch eher ein trostloses Bild. ... die abgebrochene Krone, und die fehlende Rahmenzier der Haube, stellten gravierende Mängel dar, die es zu beheben galt. ... auch der etwas unsensible Umgang mit den künstlerischen Details dieses Kulturgutes, machten hier ein Handeln unumgänglich. In der Zwischenzeit wurde der zerstörte Brunnentrog wieder aufgebaut. Unser Verein ist nun bemüht, das Gesamtbild des Brunnens wieder in seinem alten Glanz entstehen zu lassen. Die Unterstützung einer heimischen Metallgiesserei und die Mithilfe der Gemeinde, machen uns zuversichtlich, dieses Vorhaben auch in die Tat umsetzten zu können. Bisher konnten einige Elemente reproduziert werden, leider ist uns dies jedoch mit dem Stockfuss noch nicht gelungen.
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Projekt 2012 - Eisensteingrube "Tobias"
Den Anwohnern des nordwestlichen Ortsrandes am Hirtenborn, war der alte Stollen noch bekannt. Den Überlieferungen nach handelte es sich hierbei um einen Luftschutzbunker aus dem II.Weltkrieg. Erste Recherchen hatten jedoch ergeben, dass es sich hierbei um die alte Erzgrube „Tobias“ aus der Mitte des 19.Jhdts. (1862) handelt.
In den 1970er Jahren kam es zu einem kleineren Vorfall, wobei durch Mäharbeiten der Stollen der Belastung nicht standhielt und einstürzte. Etwa um die gleiche Zeit sackte auch die Verfüllung des Mundloches nach, so das die Schadstellen aus Sicherungsgründen erneut mit Abfall verfüllt wurden.
Der Bereich befindet sich heute in einem etwas verwahrlosten Zustand.
Der Heimat – und Geschichtsverein Herborn-Seelbach möchte im Rahmen des Themenfeldes „Altbergbau in der Gemarkung Herborn-Seelbach“ mit der Aufwältigung und Neugestaltung des verstürzten Mundlochs exemplarisch ein authentisches Denkmal für die Bergbaugeschichte in unserer Gemarkung erstellen.
Der Begriff Aufwältigung bezeichnet hier, aufgrund des geringen Umfanges des Bergwerkes, lediglich die Sicherung und Gestaltung des Austrittsbereiches nach Übertage (sog. „Mundloch“). Die zu erwartende Größe und Struktur des Stollens lassen aus heutiger Sicht keine sicherheitsrelevanten Probleme bei der Aufwältigung erwarten! Aufgrund der Lage des Stollens unmittelbar am Ortsrand bietet sich dieser stark fußläufig frequentierte Bereich für diese Maßnahme geradezu an.
Neben dem eigentlichen Projektziel, der Erstellung eines Industriedenkmals, beinhaltet das Projekt noch weitere nützliche Aspekte:
- Grünflächen-Pflegemaßnahme (Heckenrückschnitt)
- Altlastenentsorgung (Entsorgung des Verfüllmaterials)
- Gleichzeitig soll ein robuster Ausbau eine dauerhafte Sicherung des Stollens im Übergang von der Verwitterungszone zum festen Gestein gewährleisten.
- Da das Mundloch mit entsprechend durchlässigen Gittertoren versehen werden soll, kann der Stollen auch als potenzielles Winterquartier dem Feldermausschutz dienen.
Nach einer ersten Vorerkundung ist die Machbarkeit mit dem aktuellen Grundeigentümer und dem ehem. Betreiber abzustimmen. Da bis heute (2014) jedoch keine Einigung mit den zuständigen Stellen über die Bergschadenshaftung erzielt werden konnte, ist die von uns geplante Öffnung leider nicht zu verwirklichen.
Projekt 2011 Aufarbeitung eines Gruben-Förderwagen zum BERGBAUDENKMAL
Bereits zur La-Tène-Zeit (etwa 500-100 v.Chr.) war das Siegerland ein Zentrum keltischer Eisengewinnung und –verarbeitung. Urkundlich lässt sich der Eisenerzbergbau hier im Schelderwald bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Er muß aber schon einen größeren Umfang gehabt haben, als nach den Urkunden zu belegen ist, denn nicht ohne Grund wird man in diesem entlegenen, landwirtschaftlich uninteressanten Gebiet Verkehrswege angelegt und diese auch später durch Burgen gesichert haben. Wir befinden uns hier unmittelbar an der alte “Hohen Straße“, deren Ursprung bis in vorgeschichtliche Zeit zurückreicht. Diese alte Straße verläuft, vom Westerwald her kommend durch Herborn, über die Alsbach durch Herborn-Seelbach, hier vorbei hinauf in den Schelderwald, an Tringenstein und Bottenhorn vorbei weiter Richtung Nordost an die obere Lahn. Diesen alten Weg nutzten auch viele unserer Vorfahren, die sich neben der Landwirtschaft durch Bergbau im Schelderwald das Überleben sicherten. Aus dieser Zeit stammt auch die kleine Abkürzung über den Barskopf, das so genannte “Gruwwepädsche“. Seit dem 15. Jahrhundert nahm der Bergbau zu und die Anzahl der Gruben stieg rasch an. In den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs kam jedoch auch der Bergbau im Dillgebiet wieder zum Erliegen. Neben dem dominierenden Eisenerz wurden im heimischen Raum auch, für damalige Verhältnisse, erhebliche Menge an Kupfer und Schwerspat gefördert. So bezogen Kirche und Schule in Herborn-Seelbach bereits im 18. Jahrhundert so genannte “Kuxen“ (Bergwerksabgaben) u. a. aus der, hinter dem Wasenberg gelegenen Kupfergrube “Neue Constanze“. In den vergangenen zwei Jahrhunderten gab es zahlreiche Schwankungen im Rohstoffbedarf und somit auch im Betrieb der hiesigen Bergwerke. Letztlich scheiterten jedoch die Versuche die Rohstoffe des Schelderwaldes wirtschaftlich zu gewinnen und so kam der Bergbau in den Kleinen, später auch in den großen Bergwerken zum erliegen. 1959 Auguststollen - 1968 Königszug – und 1973 hieß es auch am Falkenstein zum letzten mal “GLÜCK AUF !“. Damit erlosch der jahrhunderte alte Bergbau im Schelderwald. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklungen beziehen wir heute Erze aus Südamerika, China, Indien und anderen Teilen der Welt.
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Projekt 2008 Pflege der Gemarkungsgrenze
Um die regelmäßigen Grenzgänge entlang unserer Gemarkungsgrenze durchführen zu können, ist es notwendig die Grenze auch begehbar zu halten. D.h. hin und wieder Heckenschnitt, und ggf. lockere Steine festigen und reinigen. Hierzu bieten sich meist die Wintermonate an. Die rund 16km lange Grenze ist selbstverständlich nur in Etappen zu bearbeiten.
Zwischenzeitlich konnte ein Wanderweg entlang einzelner Grenzabschnitte gelegt werden, durch kontinuierliche Begehung ist so die Offenhaltung der Grenze gewährleistet. Anhand alter Dokumente, Grenzbegangsprotokollen und Karten, sowie der Dokumentation und Inventarisation der noch heute vorhandenen Grenzsteine und -gräben, kann die Entwicklung, bzw. können die einzelnen Aussteinungsphasen unserer Grenze recht gut nachvollzogen werden.























